10 unserer Malaika Smile Kids, wovon 8 schon in der Ausbildung oder mit der Schule fertig sind, sind im Katanga Slum, 11 km vom Malaika Smile Home entfernt, aufgewachsen. Seit 2017 werden sie im Malaika Smile Programm unterstützt mit Schulgeld und freiem Wohnen im Malaika Smile Home. Es kommt nach wie vor einer Rettung gleich. Für unsere Verhältnisse ist das Home kein Luxus-Zuhause, aber im Vgl. zum Leben in den Slums doch ein Stück „Paradies“. Sowohl von den Räumlichkeiten her als auch von der Förderung. Die vielen Kids im Slum haben weder genug zu essen oder anzuziehen, geschweige denn, Geld und Unterstützung um zur Schule gehen und somit gar keine Perspektive.

Die „Homies“ waren in der letzten Woche zusammen mit Marvin und Volontärin Céline in ihren Malaika Smile Shirts im Katanga Slum, um Kleider zu verteilen, die wir aus Deutschland als Spenden erhalten hatten und per Extra-Flugkoffer oder Extra-Paket nach Uganda gebracht/geschickt haben. Der Vater von Malaika Smile Kid Elly und eine Lehrerin, beide Slumbewohner, die die Menschen dort kennen, managten die Verteilung. So viele Kinder … so viel Schmutz und Dreck … Es wäre noch so viel mehr Hilfe nötig. Aber wie Christine Irtenkauf schon öfters festgestellt hat: „Wir können nicht alle retten“.

Wir suchen nach wie vor nach Möglichkeiten, die gespendeten Secondhand-Kleider nach Uganda zu schicken. Ein Paket mit 5 Kg kostet derzeit 50 €. Immer noch billiger als die Sachen dort zu kaufen. Denn gute Kleider gibt es dort auch nur für viel Geld. Und wir haben hier so viel! Wir freuen uns über Portospenden, damit wir weitere Pakete nach Uganda schicken können. Danke von Herzen.

Christine Irtenkauf schreibt täglich 4-seitige Berichte. Es ist so viel los! Neben Aktionen wie Kuchenbacken, Hof kehren, das Haus putzen und auf der Straße den Müll einsammeln, sich um die Hühner kümmern, Pflanzen gießen insbesondere im Artemisia-Garten, gab es auch einen Tee-Workshop, Spielenachmittage mit Karaoke, das August-Geburtstagsfest und als Premiere eine „Vollmondparty“ mit Lagerfeuer und besonderem Essen: Spaghetti!

Sie schreibt über ihre Gespräche und den Austausch mit den Angestellten Marvin, Alex, Köchin Barbra, Sozialpädagogin Angella, Buchhalter Clinton und Fahrer George Damba und meist sehr persönliche Gespräche mit den älteren Kids, die inzwischen zu jungen Erwachsenen geworden sind. Natürlich hat Christine, als gestandene Mutter und Großmutter, den ein oder anderen Rat und Antworten auf konkrete Fragen, aber in erster Linie tut es den jungen Menschen gut, ihre Gedanken, Vorstellungen, Wünsche, Sorgen (mit) zu teilen. Bei Unwohlsein hilft auch eine Tasse Tee enorm: es geht um Zuwendung und Aufmerksamkeit, die die Kids so nötig brauchen.

Im Vergleich zu den oben erwähnten Slum-Kindern geht es den Malaika Smile Kids natürlich sehr gut, aber die Herausforderungen allein schon in der Schule, sind auch größer. Und Schulbildung allein öffnet in Uganda nach wie vor wenig Türen. Unsere Kids können hier auch Selbstvertrauen, Selbsterkenntnis lernen, ihre Talente entdecken. Und trotzdem ist es schwer seinen Weg zu finden und sein Leben eigenverantwortlich zu gestalten. Und einige tun sich damit schwerer als andere. Das ist allein auch schon das Alter, Erwachsen werden, seinen Platz finden, ist auch in Deutschland nicht einfach, aber wir haben hier doch deutlich mehr Chancen und Möglichkeiten.

Der 23jährige Wyclif, der die Schule 2024 mit der S4 abgeschlossen hat, scheint diesen Platz gefunden zu haben. Sein Wunsch als Aupair in Deutschland oder in der Schweiz zu arbeiten scheiterte an dem Nichtbestehen des Deutschkurses. Das hat ihn schon sehr gefrustet. Aber er ist ein Allrounder: egal ob Hühner-, Hasen-, Pflanzenbetreuung, Wände, die es zu streichen oder Ställe die es zu bauen gilt, Haare schneiden, Tanzen, Singen, Malen, Moderieren, beim Kochen helfen, er ist überall an vorderster Front dabei und macht alles richtig gut. Seit Anfang 2026 ist er offiziell Praktikant an der neuen Schule in Kyankwanzi und auch dort macht er „alles“. Inklusive fotografieren und dokumentieren. In den Ferien ist er nun zurück im Malaika Smile Home und Christine fragte ihn, wo er sich wohler fühle und ob er schon weiß wie es nach dem Praktikum weitergehe. Seine Antwort: „er macht alle Arbeit gerne und er ist einfach froh, wenn er ein Zuhause hat, wenn er i-wo wohnen kann und sich einbringen kann. Natürlich hat er in Kampala mehr Freunde, durch seine Schulzeit etc. aber er liebt beide Plätze und beteuert, dass ihm das wichtigste ist, einen Platz im Leben zu haben, an dem er gebraucht und geliebt wird, wie hier“.

 
Das sind wunderbare Aussagen, die auch Christine immer wieder motivieren, weiterhin ihre Herzenskraft der Malaika Smile Familie zu schenken. Insbesondere, wenn sie besorgt ist oder sich über diverse Missstände und Probleme ärgert, weil es immer noch nicht so läuft. Auch uns alle hier in Deutschland sollten diese Geschichten motivieren, mit den Menschen, die weniger (Chancen) haben, zu teilen.

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