Der Alltag in der Malaika Smile Familie ist, wie die Familie selbst, bunt, laut, aufregend, familiär, musikalisch und individuell.

Damit ihr einen besseren Einblick bekommt, findet ihr hier folgende Infos:

Uns als Verein in Deutschland und Uganda ist es wichtig, dass die Kinder einen strukturierten Alltag vorfinden und leben. Die Struktur ist, vor allem unter der Woche, geprägt durch die Schule, in die die Kinder täglich gehen. Die Köchin und unsere Verantwortlichen sorgen durch gemeinsame EssensZeiten, Zeiten für HausAufgaben, Freizeit und HausArbeit zusätzlich für einen guten Rahmen, in dem das FamilienLeben stattfinden kann.

Damit das Ganze auch für die Kinder sichtbar ist, haben wir zusammen mit den BetreuerInnen vor Ort Wochen- und Wochenendpläne gemacht, die den Alltag strukturieren.

Wochenroutine

Unter der Woche steht die Schule und die Vor- und Nachbereitung im Vordergrund. Die gemeinsamen Hausarbeiten und das Waschen der Schuluniformen und Schuhe, die jeden Morgen in der Schule auf Sauberkeit überprüft werden sind tägliche Routine. Neben all diesen Aufgaben ist es uns sehr wichtig, dass das FamilienLeben der Malaika Smile Familie ihren Platz im Alltag findet.

Zeit Routine
5 am Aufstehen
6 am Frühstück und Zähneputzen
6.30 am Start zur Schule
Bis 4pm Schule und dann Heimweg
6 pm Hausarbeiten
7.30 pm Abendessen
8 pm Hausaufgaben machen
10 pm Beten und Schlafen gehen

Wochenendroutine

Wenn die Kinder alle zwei Wochenenden vom Internat zurück kommen ist genügend Zeit für das FamilienLeben und die individuelle Förderung der Kinder vor allem durch den Tanzunterricht – das HighLight der Woche für die Kinder. Aber auch Nachhilfe in unterschiedlichen Schulfächern ist aufgrund des vorhandenen Schulsystems notwendig. Neben diesem sollen die Kinder auch in ihren handwerklichen, musikalischen, kreativen Fähigkeiten gestärkt werden. Sonntags stehen dann der Besuch in der Kirche auf dem Programm, sowie ein wöchentliches Zusammenkommen der ganzen Malaika Smile Familie, um anstehende Themen zu bereden, ein bestimmtes Thema gemeinsam zu erarbeiten. In regelmäßigen Abständen ist ein Geistlicher zu Gast, der die BetreuerInnen dabei unterstützt.

Zeit Samstag | Sonntag
8 am Aufstehen
9 am Frühstück und Zähneputzen
10 am Allgemeines Putzen | Kirche
12 am Freizeit im Zuhause
1 pm Mittagessen
2 pm Freizeit im Zuhause
4 pm Tanzen
6 pm Entspannen und Freizeit | Für Schule vorbereiten
7.30 pm Abendessen
8 pm Computer Stunden und Kontakt mit Paten, Handarbeit | Familiensitzung zu verschiedenen Themen
10 pm Beten und Schlafen gehen

 Außerdem gibt es rotierende Pläne für die Hausarbeit der Kinder. Wir möchten somit gewährleisten, dass jedes Kind die verschieden AufGaben im Haushalt kennenlernt und selbst praktiziert. Dafür haben wir Zweierteams erstellt, die je aus einem älteren und einem jüngeren Kind bestehen, damit alle voneinander lernen können. Die Kinder betätigen sich beim Putzen, Spülen, Waschen, Kohle anmachen und Kochen.

In verschiedenen Workshops während des Wochenendes oder den Ferien kommen alle Kinder in unserem Programm - aus dem Internat, jene, die im Haus wohnen und die Kinder aus der Gemeinde - zusammen. Gemeinsames ErLernen von neuen und albekannten Dingen ist hierbei sehr wichtig aber auch, den eigenen Horizont zu erweitern oder einfach gemeinsam Spaß zu haben.

Die Schule

Damit ihr einen besseren Einblick in das SchulLeben der Kinder bekommt, möchten wir euch hier einen kurzen Überblick über das Schulsystem in Uganda und die Schule an sich geben – wie sie von den Kindern, aber auch von uns „Deutschen“ wahrgenommen wird. (Weitere Infos findet ihr unter der Rubrik "Über Uganda")

Die Kinder gehen ab dem 6. Lebensjahr in die Schule – offiziell existiert seit 1997 die Schulpflicht und jedes Kind hat Anspruch auf 7 Jahre Schulbildung (Primary School). Es gibt zwei Schularten: Die Primary und die Secondary School. Es gibt in Uganda sowohl staatliche, wie auch private Schulen. Unsere Kinder gehen derzeit alle auf private Schulen, welche im Gegensatz zu staatlichen Schulen (nur Primary School) Schulgebühren kosten. In staatlichen Schulen sind Klassengrößen von nicht selten 200 Schülern, schlecht ausgebildeten Lehrern und sehr geringer Förderung an der Tagesordnung. Die staatlichen Schulen bieten nach unserer Ansicht und auch aus Erfahrungsberichten der Deutschen Botschaft in Uganda, keinen Standard, um den Kindern eine sichere und bessere Zukunft zu ermöglichen. Es gibt viele Schulen in Uganda und es ist nicht immer einfach geeignete Schulen zu finden, vor allem wenn diese innerhalb des Wohngebiets liegen sollen. Derzeit haben wir gute Schulen für die Kinder. Aufgrund der langen Anfahrtswege und der Gesetzeslage für NGOs in Uganda gehen die meisten unserer Kinder nun auf Internate. In Absprache mit den Schulen dürfen unsere Kindere jedes zweite Wochenende nach Hause. Die Jüngeren Kinder wohnen im MALAIKA Smile Haus und gehen in Schulen in der Nähe. Die Kinder aus der Gemeinde gehen in Schulen in der Nachbarschaft.

Nur über gute Schulen und intensive Bildung haben "unsere Kinder" eine Chance auf eine gute Zukunft in ihrem Land. Und was für uns unvorstellbar ist, ist aber für die Kinder in Uganda ein großes Privileg: der Besuch einer Schule! Die Kinder in Uganda sind hungrig nach "Schule und Bildung". Sehr viele der Kinder in diesem Land, mit einem Altersdurchschnitt von 16 Jahren, besuchen keine Schule, bzw. können keine Schule besuchen, meist aus finanziellen Gründen.

Primary School

Die Primary School ist die Grundschule in Uganda und beinhaltet 7 Klassenstufen (P1 bis P7). Sie dient der Grundbildung der Kinder: Da die offizielle Amtssprache in Uganda Englisch ist, haben die Kinder Englisch zum einen als Schulfach, zum anderen ist es auch die offizielle Sprache an der Schule und im Unterricht. Neben Englisch haben die Kinder unter anderem Mathe und religiöse Bildung. Der Abschluss an der Primary School (PLE) ermöglicht den Schülerinnen und Schülern dann den Besuch der Secondary School.

Secondary School

Die Secondary School besuchen die Schülerinnen und Schüler dann von S1 bis S6. Diese weiterführende Schule beinhaltet dann Fächer wie Naturwissenschaften, Geschichte, Literatur und weitere. Mit dem Abschluss von S6 (UACE) ist dann die Möglichkeit gegeben eine Ausbildung zu machen oder auf die Universität zu gehen, vorausgesetzt, die weiteren Gebühren können gezahlt werden. Da sich nur sehr wenige Eltern die Schulgebühren leisten können, besuchen nur ca. 15% der Jugendlichen in Uganda die Secondary School.