Der Alltag in der Malaika Smile Familie ist, wie die Familie selbst, bunt, laut, aufregend, familiär, musikalisch und individuell.

Damit ihr einen besseren Einblick bekommt, findet ihr hier folgende Infos:

Das Malaika Smile Haus

Wir, das ist die Familie Irtenkauf, haben in einem Außenbezirk Kampalas in Kisigula ein Haus gekauft und es im August 2017 dem Verein bzw. der NGO Malaika Smile überschrieben. Mit dem Einzug der Malaika Smile Familie am 20. August 2017 ist das neue Zuhause der ganze Stolz der großen Familie - in Uganda und Deutschland.

Das geräumige Grundstück unseres MALAIKA Smile Hauses bietet, inmitten einer schönen Umgebung, Platz für ein Haupt- mit Nebenhaus indem die MALAIKA Smile Familie Zuhause ist. Außerdem wurde im Zuge der Renovierung 2017 eine Außenküche gebaut, sowie ein Dancefloor für den Unterricht der begabten Kinder. Die Außentoilette mit Dusche für die Kinder, sowie zwei Wassertanks und genügend Platz zum Spielen vervollständigen das Areal. Auch ein kleiner Obst- und Gemüsegarten, der prächtig gedeiht, findet sich auf unserem Grundstück.

Neben dem MALAIKA Smile Haus haben wir außerdem eine kleine Wohnung mit zwei Zimmern in unmittelbarer Nähe zum Haus gemietet. Als NGO müssen wir gewährleisten, dass Jungen und Mädchen getrennt Schlafen. Richard kommt am nächsten Morgen mit den Jungs wieder zum Frühstücken/Essen und zum Tagesprogramm, das im Haus stattfindet

Ein paar Bilder geben euch einen besseren EinBlick in das Leben vor Ort. Viel Spaß beim Anschauen und eintauchen.

Das Malaika Smile Haus von vorne

Der Dance-floor vorm Haus

Unser Garten mit Gärtner Richard

Wir danken ALLEN die die Renovierung durch Spenden, Mithilfe vor Ort, Unterstützung möglich gemacht haben.

Die MALAIKA Smile Familie freut sich über Besuch, darüber ihre Kultur weiterzugeben und vieles zu lernen - das Gästezimmer wartet auf euch 🙂

Das Leben im Malaika Smile Haus

Uns als Verein in Deutschland und Uganda ist es wichtig, dass die Kinder einen strukturierten Alltag vorfinden und leben. Die Struktur ist, vor allem unter der Woche, geprägt durch die Schule, in die die Kinder täglich gehen. Die Köchin und unsere Verantwortlichen sorgen durch gemeinsame EssensZeiten, Zeiten für HausAufgaben, Freizeit und HausArbeit zusätzlich für einen guten Rahmen, in dem das FamilienLeben stattfinden kann.

Damit das Ganze auch für die Kinder sichtbar ist, haben wir zusammen mit den BetreuerInnen vor Ort Wochen- und Wochenendpläne gemacht.

Wochenroutine

Unter der Woche steht die Schule und die Vor- und Nachbereitung im Vordergrund. Die gemeinsamen Hausarbeiten und das Waschen der Schuluniformen und Schuhe, die jeden Morgen in der Schule auf Sauberkeit überprüft werden sind tägliche Routine. Neben all diesen Aufgaben ist es uns sehr wichtig, dass das FamilienLeben der Malaika Smile Familie ihren Platz im Alltag findet, durch Gespräche, gemeinsame Zeit zum Spielen, sich gegenseitig unterstützen, den Alltag gemeinsam bewältigen. Die Kinder, die im Boarding, also im Internat sind, befinden sich unter der Woche natürlich in der Schule und gestalten dort ihren Alltag.

Wochenendroutine

Wenn die Kinder alle zwei Wochenenden vom Internat zurück kommen ist genügend Zeit für das FamilienLeben und die individuelle Förderung der Kinder vor allem durch den Tanzunterricht – das HighLight der Woche für die Kinder. Aber auch Nachhilfe in unterschiedlichen Schulfächern ist aufgrund des unzureichenden Schulsystems notwendig. Neben diesem sollen die Kinder auch in ihren handwerklichen, musikalischen, kreativen Fähigkeiten gestärkt werden. Sonntags stehen dann der Gottesdienstbesuch auf dem Programm, sowie ein wöchentliches Zusammenkommen der ganzen MALAIKA Smile Familie, um anstehende Themen zu bereden, ein bestimmtes Thema gemeinsam zu erarbeiten. In regelmäßigen Abständen ist ein Geistlicher zu Gast, der die BetreuerInnen dabei unterstützt.

Außerdem helfen die Kinder Mama Melissa bei der Hausarbeit. Wir möchten somit gewährleisten, dass jedes Kind die verschieden AufGaben im Haushalt kennenlernt und selbst praktiziert.

In verschiedenen Workshops während des Wochenendes oder den Ferien kommen alle Kinder in unserem Programm - aus dem Internat, jene, die im Haus wohnen und die Kinder aus der Gemeinde - zusammen. Gemeinsames ErLernen von neuen und allbekannten Dingen ist hierbei sehr wichtig aber auch, den eigenen Horizont zu erweitern oder einfach gemeinsam Spaß zu haben.

Die Schule

Damit ihr einen besseren Einblick in das SchulLeben der Kinder bekommt, möchten wir euch hier einen kurzen Überblick über das Schulsystem in Uganda und die Schule an sich geben – wie sie von den Kindern, aber auch von uns „Deutschen“ wahrgenommen wird. (Weitere Infos findet ihr unter der Rubrik "Über Uganda")

Die Kinder gehen ab dem 6. Lebensjahr in die Schule – offiziell existiert seit 1997 die Schulpflicht und jedes Kind hat Anspruch auf 7 Jahre Schulbildung (Primary School). Es gibt zwei Schularten: Die Primary und die Secondary School. Es gibt in Uganda sowohl staatliche, wie auch private Schulen. Unsere Kinder gehen derzeit alle auf private Schulen, welche im Gegensatz zu staatlichen Schulen (nur Primary School) Schulgebühren kosten. In staatlichen Schulen sind Klassengrößen von nicht selten 200 Schülern, schlecht ausgebildeten Lehrern und sehr geringer Förderung an der Tagesordnung. Die staatlichen Schulen bieten nach unserer Ansicht und auch aus Erfahrungsberichten der Deutschen Botschaft in Uganda, keinen Standard, um den Kindern eine sichere und bessere Zukunft zu ermöglichen. Es gibt viele Schulen in Uganda und es ist nicht immer einfach geeignete Schulen zu finden, vor allem wenn diese innerhalb des Wohngebiets liegen sollen. Derzeit haben wir gute Schulen für die Kinder. Aufgrund der langen Anfahrtswege und der Gesetzeslage für NGOs in Uganda gehen die meisten unserer Kinder nun auf Internate. In Absprache mit den Schulen dürfen unsere Kindere jedes zweite Wochenende nach Hause. Die Jüngeren Kinder wohnen im MALAIKA Smile Haus und gehen in Schulen in der Nähe. Die Kinder aus der Gemeinde gehen in Schulen in der Nachbarschaft.

Nur über gute Schulen und intensive Bildung haben "unsere Kinder" eine Chance auf eine gute Zukunft in ihrem Land. Und was für uns unvorstellbar ist, ist aber für die Kinder in Uganda ein großes Privileg: der Besuch einer Schule! Die Kinder in Uganda sind hungrig nach "Schule und Bildung". Sehr viele der Kinder in diesem Land, mit einem Altersdurchschnitt von 16 Jahren, besuchen keine Schule, bzw. können keine Schule besuchen, meist aus finanziellen Gründen.

Primary School

Die Primary School ist die Grundschule in Uganda und beinhaltet 7 Klassenstufen (P1 bis P7). Sie dient der Grundbildung der Kinder: Da die offizielle Amtssprache in Uganda Englisch ist, haben die Kinder Englisch zum einen als Schulfach, zum anderen ist es auch die offizielle Sprache an der Schule und im Unterricht. Neben Englisch haben die Kinder unter anderem Mathe und religiöse Bildung. Der Abschluss an der Primary School (PLE) ermöglicht den Schülerinnen und Schülern dann den Besuch der Secondary School.

Secondary School

Die Secondary School besuchen die Schülerinnen und Schüler dann von S1 bis S6. Diese weiterführende Schule beinhaltet dann Fächer wie Naturwissenschaften, Geschichte, Literatur und weitere. Mit dem Abschluss von S6 (UACE) ist dann die Möglichkeit gegeben eine Ausbildung zu machen oder auf die Universität zu gehen, vorausgesetzt, die weiteren Gebühren können gezahlt werden. Da sich nur sehr wenige Eltern die Schulgebühren leisten können, besuchen nur ca. 15% der Jugendlichen in Uganda die Secondary School.