


Es gibt viele viele Kinder, die in Uganda in Armut leben, oft zwar das Nötigste zu essen haben, aber nicht in die Schule gehen können, da das Geld für die Schulgebühren fehlt. Und jeder Gast (Vorstandsmitglieder, Volontäre, Pat*Innen) aus Deutschland ist berührt von dieser Armut und dem Elend. Und wenn man schon selbst vor Ort war oder viele Fotos gesehen hat, gibt es immer wieder Einzelschicksale, die nochmal mehr berühren.
Isanga Sowali gehört(e) zu den ersten Schülern unserer P1 Klasse der neuen Mareike Smile Primary School. Er ist sehr glücklich dort und lernt schnell. Seine alleinerziehende Mutter war bei der Schulanmeldung im Januar 2026 zuversichtlich die Schulgebühren für ihren jüngsten Sohn Kind Isanga bezahlen zu können, da sie verschiedene Geschäftsoptionen hatte. Leider sind diese im Lauf des Jahres alle gescheitert, so dass sie schon zu Beginn das Schulgeld nicht zahlen konnte.
Von den Eltern aus dem Dorf nehmen es über die Hälfte mit dem Bezahlen der Schulgebühren nicht so genau, sie zahlen nur Teilbeträge und selten pünktlich, teilweise auch den instabilen Verhältnissen geschuldet (Wetter, Familienverhältnisse etc). Wobei Schulleiter David mit ihnen ständig im Austausch ist, was ihn viel Zeit (und Nerven) kostet, die dann an anderer Stelle fehlt! Da unsere Schule auch ein Wirtschaftsbetrieb ist, benötigen wir die Einnahmen aus den Schulgeldern. Erst wenn die Schule eine gewisse Größe hat, werden wir vielleicht auch manche Kids kostenfrei aufnehmen können. Und so wurde vor Beginn des letzten Terms (ein Schuljahr hat 3 Terms) beschlossen, dass die Kids deren Schulgebühren nicht bezahlt werden, nicht mehr am Unterricht teilnehmen dürfen. Das ist nicht nur für die Kids hart, sondern auch insbesondere uns hier in Deutschland fiel diese Entscheidung nicht leicht. Schulleiter David und Malaika Smile Leiter Alex sind aber der Meinung, dass dies das einzige Druckmittel ist. Und nach dieser Ankündigung kamen tatsächlich mehr Gelder in die Kasse. Aber leider nicht alle, wie z.B. für Isanga. Schulleiter David und Lehrerin Jenipher besuchten deshalb die Mutter von Isanga zu Hause. Er schrieb folgendes in seinem Wochenbericht:
„Wir trafen ihn (Isanga) dort tatsächlich bei seiner Mutter an; er machte einen sehr bedrückten Eindruck. Die Mutter schilderte uns ihre schwierige Lage: Sie ist alleinerziehend, muss für mehrere Kinder sorgen und ist nicht in der Lage, die Schulgebühren aufzubringen. Ihre früheren geschäftlichen Unternehmungen sind allesamt gescheitert. Zudem liegt eine ihrer Töchter bereits seit längerer Zeit im Krankenhaus – und das alles bewältigt sie als Alleinerziehende. Ihr Sohn (Isanga) ist einer unserer Schüler, der sehr gute Fortschritte macht. Als er zu uns kam, verfügte er über keinerlei Vorkenntnisse. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, verkauft die Mutter heute Getränke und einheimische Lebensmittel, sammelt leere Plastikflaschen und betreibt einen kleinen Imbiss. Während unseres Gesprächs mit ihr fragte sie, ob sie die Schulgebühren in Raten von 500.000 Shilling (= 125 €) pro Semester zahlen könne – beginnend mit dem aktuellen Semester –, damit ihr Sohn weiterhin die Art von Bildung erhalten kann, die sie sich für ihn wünscht. Die Atmosphäre war sehr angespannt. Wir alle fühlten mit der Familie, konnten aber nur wenig Hilfe anbieten. Ich hoffe, Sie können anhand der Fotos, die Wycliffe (Praktikant) gemacht hat, einen Eindruck von ihrem Zuhause gewinnen. Sie hatte gerade erst die Gebühren für das erste Semester beglichen. Beim Abschied drückte die Frau ihre Dankbarkeit für unseren Besuch aus. Der Junge kam auf mich zu und fragte, ob wir ihn mitnehmen würden. Ich sprach mit ihm und versuchte, ihm mit ermutigenden Worten Hoffnung zu geben.“
Und so sind wir hier in Deutschland auf der Suche nach finanzieller Unterstützung für Isanga. 100 € pro Monat werden benötigt, damit Isanga in die Schule gehen kann. Vielleicht findet sich ja eine Freundesgruppe oder eine Familie oder ein Sportteam, die sich den Beitrag teilen, die Isanga hier helfen würden. Und einen Teil der Kosten könnte die Mutter ja vllt. auch selbst zahlen.
Einfach melden, auch bei Fragen, unter info@malaika-smile.org oder bei einem Vorstandsmitglied. Große Freude und Dankbarkeit in vielen Herzen ist euch gewiss!!
