Am Anfang von Malaika Smile nahmen wir in erster Linie Waisenkinder auf oder solche, deren Eltern es nicht schafften, sich um ihre Kinder mit regelmäßigen Mahlzeiten und einem sicheren Dach über dem Kopf zu kümmern. Zunehmend kamen dann aber Kinder ins Malaika Smile Programm, deren Eltern sich um ihre Kids zwar mit dem Nötigsten kümmern, wo es aber nicht für das Schulgeld reichte.
Auch vom Gesetz vorgeschrieben, müssen uns (Malaika Smile) die Eltern die Erlaubnis geben, ihre Kinder in Obhut zu nehmen“. Nach wie vor haben die Eltern aber auch Verantwortung für ihre Kids und Pflichten: sie müssen ihre Kinder regelmäßig und rechtzeitig zur Schule schicken und, wo möglich, sich auch an den Kosten für Schulkleidung und -materialien beteiligen. Außerdem sollen sie zu Hause dafür sorgen, dass die Kids ihre Hausaufgaben machen und lernen. Sie sollen sich für die schulischen Belange ihrer Kinder interessieren, da dies den Lernerfolg verbessert. In Uganda keine Selbstverständlichkeit!
Manche Eltern besitzen keine Handys, so das es sehr aufwendig für Marvin und Alex ist, alle zu erreichen, wenn es wichtige Informationen gibt. So wurden sog. Elterntreffen eingeführt, 2 mal jährlich, zu denen die Eltern erscheinen oder einen triftigen Entschuldigungsgrund angeben müssen. Inzwischen wurde auch ein Elternverein gegründet und die Eltern kommen pflichtbewusst zu den Treffen und es findet ein positiver Austausch statt. Wir berichteten schon mehrfach.
Die Schüler*innen der neuen Mareike Smile Primary School in Kyankwanzi kommen teils aus dem Nachbar-Dorf der Schule und teils aus Mutundwe, der Dorfgemeinschaft, wo auch das MALAIKA Smile Home steht. So gibt es hier 2 Elterntreffen. Ende Juni fanden diese statt, Schuldirektor David kam mit Lehrerin Enid und Wyclif, einem Schulabgänger des Malaika Smile Programms, der dort jetzt ein Praktikum macht und sich in viele Aufgaben dort einarbeiten soll, ins Malaika Smile Home. Das Elterntreffen in Kyankwanzi hatte bereits dort stattgefunden.



Alex schrieb dazu folgendes (übersetzt von Google):
„Wir haben ein Elterntreffen für Familien aus Kampala organisiert, deren Kinder die Mareike Smile Grundschule in Kyankwanzi besuchen. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, sind unser Schulleiter, „Lehrer“ Wyclif, gemeinsam mit Lehrerin Inidi, etwa 165 Kilometer von Kyankwanzi nach Kampala gereist, um an dem Treffen teilzunehmen. Wir sind dankbar für ihr Engagement und ihre Hingabe.
Das Treffen war sehr erfolgreich und behandelte eine Vielzahl wichtiger Themen.
Der Schulleiter begann damit, das Personal vorzustellen, danach stellten sich auch die Eltern vor. Anschließend gab er allgemeine Bemerkungen zur Schule ab und er überprüfte zusammen mit Lehrerin Inidi die Hefte und Berichte der Kinder sowie die Nutzung natürlicher Heilmittel. Die Eltern wurden ermutigt, die Krankenschwester über medizinische Besonderheiten ihrer Kinder zu informieren und jede medizinische Angelegenheit zu kommunizieren, alle Medikamente zu nennen, die ihren Kindern während der Ferien gegeben wurden, bevor die Kinder wieder zur Schule zurückkehren.
Die Nachricht von Lehrerin Jennifer, die von Lehrerin Inidi in ihrem Auftrag übermittelt wurde, hob die Fortschritte der Kinder beim Schreiben, Lesen, bei den Aktivitäten im Klassenzimmer, bei Spielen und in anderen Entwicklungsbereichen hervor.
Lehrerin Inidi berichtete über die Klassenaktivitäten, insbesondere in Bezug auf Ernährungssicherheit und Gartenarbeit. Sie ermutigte die Eltern, zu Hause Möglichkeiten für praktisches Lernen zu schaffen. Da viele Familien in Kampala in Mietwohnungen mit begrenztem Außenbereich leben, schlug sie vor, recycelte Plastikbehälter und andere einfache Materialien zu verwenden, um kleine Garten- und Spielbereiche zu gestalten. Sie betonte die Bedeutung des kontinuierlichen praktischen Übens zu Hause, wo die Kinder entdecken, gestalten und ihre Ideen entwickeln können, während die Eltern sie beobachten und unterstützen.
„Lehrer“ Wyclif sprach außerdem über Musik, Tanz und Drama (MDD) sowie über seine Unterrichtserfahrungen mit den Kindern. Er betonte die neugierige Natur der Kinder, ihre Lernfreude und ihre Begeisterung beim Spielen und anderen Aktivitäten.
Der Schulleiter sprach auch über die Anmeldung der Kinder, Kindersicherheit, staatliche Anforderungen und erinnerte die Eltern daran, ausstehende Unterlagen einzureichen. Außerdem wurden die Eltern in Bankangelegenheiten beraten und über ihre Verantwortung bezüglich der Sparkonten ihrer Kinder informiert, einschließlich wann auf die Mittel zugegriffen werden kann, nachdem die Kinder das erforderliche Alter erreicht haben. Das Treffen endete mit Anmerkungen und Fragen der Eltern, die zu bedeutungsvollen Diskussionen und wertvollem Feedback führten. Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches, produktives und ermutigendes Treffen.
Wir danken allen Eltern und Mitarbeitern, die teilgenommen und zum Erfolg beigetragen haben. Wir sind daher allen dankbar und ein großes Dankeschön an all unsere Unterstützer und Familie in Deutschland für ihre fortwährende Unterstützung und Gebete.“



Erläuterung: Die Schüler*innen der Mareike Smile Primary School bekommen ein eigenes Konto, auf das die Gewinne aus dem Verkauf der Nahrungsmittel anteilig überwiesen werden. Eine tolle und lehrreiche Angelegenheit für die Kinder und auch für deren Eltern! Und viel Arbeit für Buchhalter Clinton – aber eine faire und nachhaltige Sache. Wenn man kein Geld hat, kann man das Sparen (und natürlich den Umgang damit allgemein) nicht lernen.
Bis die Schule sich durch die Einnahmen aus den Schulgeldern und den Marktverkäufen selber trägt, wird es noch eine Weile dauern. Die Anzahl der Schüler*innen wollen wir erhöhen. Deswegen gibt es auf youtube und instagram auch schöne Videos als Werbemaßnahme. Und natürlich helfen alle Spenden aus Deutschland für die Erweiterung. Vielen Dank!
