Nachdem bereits im letzten Jahr eine Gymnasiastin, deren Mutter MALAIKA Smile Mitglied ist, ein Referat über unsere Arbeit gehalten hat, stellte nun auch Vorstandsmitglied Silvia Braun ihren Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Werkrealschule Lichtental im Fach Geographie unseren Verein MALAIKA Smile e.V. vor.

Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Eine Welt – ungleiche Welt“ bearbeiteten die Schüler unterschiedliche Aspekte des Themas. Nach einer Einführung „Was braucht der Mensch?“ untersuchten sie den Gegensatz von Hunger in den Entwicklungsländern und Überfluss in den Industrieländern.

Außerdem beschäftigten sie sich mit dem Recht auf Bildung für alle Menschen. Nach Schätzungen der UNESCO haben weltweit über 250 Millionen Kinder keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Ein Einblick in die Gesundheitsversorgung in armen und reichen Ländern im Hinblick auf sauberes Trinkwasser sowie der Vergleich weiterer Parameter wie z.B. Lebenserwartung von Staaten mit hohem und niedrigem Entwicklungsstand vervollständigte die Lerneinheit.

Zum Abschluss untersuchten die Kinder diese Punkte am konkreten Entwicklungsprojekt MALAIKA Smile. Seit Ende 2019 haben wir in Uganda den offiziellen Status einer NGO (Non Profit Government Organisation).

Die ugandischen Betreuer Alex und Marvin kamen gerne der Bitte von Silvia Braun nach, eigens für ihre Klasse kleine Videos über das MALAIKA Smile Home und das Umland zu drehen. Die Videos zeigten eindrücklich das Leben der MALAIKA Smile Kinder mit ihren Betreuern, das allerdings auch in Uganda derzeit durch die Corona-Pandemie stark eingeschränkt ist. Neben dem Unterricht im Haus mit Lehrer Andrew, lernen die MALAIKA Smile Kinder derzeit auch das Nähen von Kleidung mit einer Lehrerin. Auch gaben die Videos einen Einblick in die Landwirtschaft in der Nachbarschaft, besonders eindrücklich für die Kinder war das Video über die harte körperliche Arbeit im Steinbruch.

Im Steinbruch, vieles wird hier von Hand mit einfachem Werkzeug zerkleinert und Straßenbau in Uganda*

Die Videos ermöglichten den Lichtentaler SchülerInnen einen individuellen und ganz persönlichen Eindruck vom Leben in Uganda. Dafür bedankten sie sich in einem persönlichen Brief bei den MALAIKA Smile Kids und deren Betreuern. Die Schüler hatte offensichtlich beeindruckt, dass die MALAIKA Smile Kids in den Videos selbst zu Wort kommen. Ein Schüler schreibt im Dankesbrief: “Mir hat es sehr gefallen, dass alle Englisch können. Alle konnten etwas auf Englisch sagen und manche beschreiben auch, was sie gerade machen.“ Besonders bewegend war die Aussage eines Schülers: „Alle im Haus wohnen nicht wie Freunde zusammen, sondern wie eine große Familie und das finde ich super.“

Zum Abschluss der Einheit erkannten die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Leitfragen für die Bewertung eines Projektes der Entwicklungszusammenarbeit, dass das MALAIKA Smile Projekt diesen Anforderungen entspricht.

Soweit der Bericht von Silvia Braun. * Die Fotos stammen aus dem Jahr 2018.

Ungerechtigkeit und Ungleichheit in der Welt sind oft für jüngere Menschen eher abstrakte Begriffe. Man sieht zwar Bilder im Fernsehen oder im Netz, aber das alles ist doch meist weit weg. Eine andere Welt! Projekte kennenlernen macht das Ganze konkreter und persönlicher. Die andere Welt kommt näher, hält Einzug nicht nur in die Klassenzimmer, sondern auch in das Bewusstsein und vielleicht auch in die Herzen der jungen Menschen hier in unserer reichen Welt.

Wie vorletzte Woche hier berichtet nähen wir gegen Spenden für MALAIKA Smile e.V. Mund- und Nasenmasken aus afrikanischen und anderen Stoffen. Wir bieten diese unseren Mitgliedern und Paten an, aber auch allen Rebländer*innen. Bei Interesse bitte ein kurze Nachricht an info@malaika-smile.org oder per WhatsApp 0177 4139 881 schreiben. Es stehen mehrere Stoffmuster und –farben zur Auswahl, über die wir dann gerne informieren (in bunt). Auch mit diesen Spenden werden die Nahrungsmittel für die Dorfbewohner – wir berichteten - bezahlt. Dort leben ja auch viele unserer MALAIKA Smile Kinder. Herzlichen Dank!

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