Mareike Irtenkauf ist mit allen Koffern und Gepäckstücken – den Koffer von Joachim Braun-Stader müssen wir wohl abschreiben – gut in Kampala angekommen. Mit ihrem FSJ 2016 in Uganda bei einer anderen Organisation fing die Geschichte von MALAIKA Smile e.V. an. Ihre Eltern besuchten sie dort und lernten auch endlich ihren langjährigen Patensohn Alex persönlich kennen. Sie informierten sich auch über andere Organisationen und sahen wie Kinder in Uganda/Kampala unterstützt werden oder eben auch nicht, in welchem Elend so viele Kinder leben müssen. Einfach nach Hause fahren und „abhaken“ kam für Christine Irtenkauf nicht in Frage und nachdem ihr Mann Uwe und alle 3 erwachsenen Kinder Janine, Jan und Mareike sowie Alex und sein Freund Joseph ihre Unterstützung zusagten, nahm die Geschichte von MALAIKA Smile e.V. ihren Lauf …. Mareike heißt MALAIKA in vielen afrikanischen Sprachen und bedeutet Engel, nichts lag also näher, als das Herzensprojekt MALAIKA Smile zu nennen.

Im MALAIKA Smile Home ist Mareike nach 2018 nun zum zweiten Mal nicht nur zu Besuch sondern natürlich um in erster Linie die Kinder zu betreuen, anzuleiten, ihnen zuzuhören, aber auch um Vorgaben aus Deutschland zusammen mit dem Uganda-Team umzusetzen. Gleich an ihrem ersten Tag fuhr sie zusammen mit Gloria zur neuen Primary School. Es wurden lange und ausführliche Gespräche mit dem Schulleiter über jedes Kind und dessen Leistungsstand geführt und die Prüfungsergebnisse als Bericht übergeben. Mareike, die selber Grundschullehramt studiert, hat einen sehr guten Eindruck von der neuen Schule – wir berichteten -, der Schulleiter sei sehr freundlich und kompetent Gloria machte sich viele Notizen und dokumentiert nun auch den schulischen Werdegang aller Kinder. So bekommt auch der deutsche Vorstand mehr Informationen zu diesem Thema.

Gloria beim Schulleiter der St. Matia Mulumba Primary School, Mareike war auch dabei

In der Pause war auch Zeit den Kids kurz „Hallo“ zu sagen bzw. die Boarding Kids zu begrüßen. Von ihrem ersten Besuch kennt Mareike ja schon viele MALAIKA Smile Kids. So war natürlich auch gleich nach ihrer Ankunft die Wiedersehensfreude groß. Auch über die Patenbriefe, die sie auch im Gepäck hatte, freuten sich alle Kinder sehr.

David, Shaban, Gloria, Mustafi, Peace, Beatrice young, Gloria und Sarah hatte noch Zeit für ein Foto,
bevor sie wieder in den Unterricht mussten.

Die nächste Aufgabe außerhalb des Hauses für Mareike wird das Kennenlernen von Kato, seiner Mutter und seiner Schule sein. Marvin wird sie begleiten. Kato wurde MALAIKA Smile von der Schulleiterin als Ersatz von Mohammed empfohlen. MALAIKA Smile Kid Mohammed, der bislang bei seiner Großmutter wohnte, wurde von seiner Mutter aus dieser Schule genommen, da sie weiter weg wohnt und ihren Sohn nun bei sich haben möchte. Da MALAIKA Smile aber schon das Schulgeld bezahlt hatte, fragte nun die Schulleiterin an, ob wir stattdessen Kato unterstützen würden. Er sei ein fleißiger, guter Schüler, der bislang kostenlos zur Schule gehen durfte, was aber nun nicht mehr ginge. Seine alleinerziehende Mutter von insgesamt 4 Kindern verdiene mit ihrem Marktstand nicht so viel, dass es für das Schulgeld reiche. Kato und seine Mutter werden in den nächsten Tagen auch ins MALAIKA Smile Home eingeladen, damit sie alles, Regeln inklusive, kennen lernen. Herzlichen Dank auch an die deutsche Patin, die weiterhin an Bord bleibt und nun Kato unterstützen wird. Wie schon mal berichtet, haben die Eltern bzw. die nächsten Verwandte das Sorgerecht für die Kinder und wir müssen deren Entscheidungen annehmen, auch wenn sie für das betreffende Kind negativ sind. Hier sind uns leider die Hände gebunden. Die Eltern handeln immer ihrer gegenwärtigen Situation entsprechend, Gedanken um die Zukunft sind selten präsent. Deshalb fehlt einigen Eltern leider die Einsicht bzw. sie können nicht anders. Bei diesen Veränderungen spielen immer der aktuelle Arbeitsplatz und Lage der Familie eine Rolle. Die Instabilität in Uganda betrifft alle Lebensbereiche. Leidtragende sind meist die Kinder. Nun bleibt zu hoffen, dass Mohammed in der Nähe seiner Mutter eine Schule besuchen kann. Und so heißt es für alle flexibel zu bleiben, die Kinder nicht zu sehr ins Herz zuschließen, sich aber doch liebevoll um sie zu kümmern. Insbesondere für Familie Irtenkauf, die ja alle Kinder persönlich kennt, keine leichte Aufgabe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.