Mama Christin, Bro Jan und Sis Janine sowie Carolin Meier und Max Auer beenden diese Woche ihre drei- bzw. sechswöchigen Aufenthalt in Uganda. Dank vieler Renovierungsarbeiten, zahlreichen Meetings und aufgebrachter Energie konnte sie die Malaika Smile Familie in einem wunderschönen renovierten und bereits mit reichlich Leben gefülltem Haus verabschieden. Die 17 Kinder inklusive unserer Betreuer Joseph und Alex, sowie die Köchin mit ihren zwei Kindern fühlen sich schon sichtlich wohl in ihrem neuen Zuhause.

Es hat sich einiges getan in Kampala und es gibt viel zu berichten. Dies wird in Auszügen folgen und sich in den nächsten Tagen vor allem auch auf der Homepage wieder finden (Die Rubriken „Über uns“ und „Vor Ort“ werden sich füllen)

Das von Familie Irtenkauf gekaufte Haus wurde auf die NGO überschrieben und für den Einzug der Malaika Smile Familie grundlegend renoviert:

Unter der Leitung von Bro Jan wurden sowohl im Haupthaus, wie auch im Nebenhaus Platten verlegt, Wände trocken gelegt, die sanitären Anlagen und die Elektrik erneuert. Selber Hand angelegt wurde vor allem bei sämtlichen Streicharbeiten an Wänden, Türen und Decken.

Im Außenbereich wurde eine
neue Außenküche errichtet, sowie die afrikanische Toiletten- und Duschanlage saniert, vergrößert und die geforderte Geschlechtertrennung eingeführt.

Der ganze Stolz der Malaika Smile Familie ist außerdem ein eigener Dancefloor – der bereits rege genutzt wird und für die Zukunft einige Visionen bereit hält:

Außerdem gab es einen 5000l Wassertank für Regenwasser, was es hier bei den kurzen aber starken Regengüssen reichlich gibt und Mülltonnen, welche in Uganda nicht allzu verbreitet sind, da der Müll hier normalerweise einfach verbrannt wird.

Die afrikanische Arbeitsweise machte es erforderlich, dass das ganze Haus von unten bis oben geschrubbt und gesäubert, damit die Malaika Smile Familie das Haus auch weiterhin erhalten kann.

Nachdem die Kinder eingezogen sind haben auch sie bei den letzten Zügen noch tatkräftig mitgeholfen. Groß und Klein packten mit an:

  

Alles braucht in Uganda sehr viel Unterstützung und Anleitung, das haben wir alle jeden Tag aufs Neue erfahren, lernen und mit viel Geduld praktizieren dürfen: Der eine schneller als die andere So lernt jede Kultur von der anderen: Unter Jans strukturierter, genauer und intensiver ArbeitsLeistung haben auch die ugandischen Arbeiter gelernt zielgerichteter zu Arbeiten und es hat ihnen aufgrund der lockeren, teilweisen auch strengen aber freundschaftlichen Arbeitsatmosphäre sichtlich Spaß gemacht zu arbeiten.

Ihre stets pünktliche Bezahlung machte sie außerdem glücklich, so dass sie sogar einen Tag nach Beendigung der Arbeit noch einmal vorbei kamen um gemeinsam Danke zu sagen und letzte Bilder zu schießen.

Und wir lernten anstatt 1 Woche auch mal 2 ½ Wochen auf Betten und Schränke zu warten, den Dancefloor nachdem er bereits zur Hälfte fertig war selber nochmals abzutragen weil er zu hoch angesetzt war, mit Türen zu leben, die aufgrund des falsch angebrachten Waschbeckens nicht mehr aufgehen, um jeden Schilling zu verhandeln und keine „weißen“ Preise zu zahlen oder als Klempner selber Hand anzulegen und das Klo zu reparieren. Vor allem Jan und Max haben hier ihr handWerkliches Geschick gezeigt.

Mit Abschluss der Renovierungsarbeiten wurde das Haus langsam gefüllt, sowie der Alltag der am 20. August eingezogenen Malaika Smile Familie strukturiert: Es wurden WochenPläne und HausarbeitsPläne erstellt und in jedem Zimmer aufgehängt. (bald zu finden unter: Vor Ort) Es ist uns ein wichtiges Anliegen Struktur in das Leben der Kinder zu bringen und auch ein wenig deutsche Kultur zu erLernen. Dies zeigte sich auch an den Stockbetten inklusive neuer Matratzen, Schränke für Spiele und Bücher im Wohnzimmer, sowie beschriftete Mülleimer in jedem Zimmer. Vor allem in den neuen Betten fühlen sich die Kinder sichtlich wohl, nachdem sie sonst auf ausgelegen Matratzen auf dem Boden schlafen mussten.

Neben diesen organisatorischen Dingen legen wir, gemeinsam mit unseren Betreuern vor Ort, vor allem darauf Wert, dass die Malaika Smile Familie auch als Familie zusammenlebt:

Entsprechend dem Motto
Home is where you treat friends like family and family like friends”
sollen die Kinder und Betreuer Familie und Freunde zugleich sein. Dafür haben wir gemeinsame Regeln zum ZusammenLeben erstellt und im Esszimmer niedergeschrieben.
Die Händeabdrücke im Wohnzimmer dienen als ZuStimmung dieser Regeln sowie Zeichen des bunten ZusammenLebens und der gemeinsamen Einheit.
               

Mama Christin, Bro Jan und Sis Janine mussten zusammen mit Joseph und Alex als Board der NGO „Malaika Smile“ vor Ort natürlich auch zahlreiche Termine erledigen, wenn schon einmal fast das gesamte Board vor Ort ist: Es standen wichtige Termine bei der Anwältin an, die für uns die Anerkennung als NGO in die Wege leitet, das Haus auf die NGO überschrieben hat, bei der Kontoeinrichtung geholfen hat und die Verträge mit den Eltern verwaltet. Dieser rechtlich abgesicherte Weg ist in Uganda für ausländische Organisationen unumgänglich. Dies wurde uns auch bei unserem Besuch auf der deutschen Botschaft bei Frau Grosskinski bestätigt.
Beiderseits wurde hier ein guter Eindruck hinterlassen und wir sind gespannt, was die weitere ZusammenArbeit mit der Botschaft bringt und welche Türen sich uns dadurch vielleicht erÖffnen.

Auch ein Treffen mit unserer Patronin, Mama Irene, fand bei einem leckeren Abendessen in ihrer Pension statt: Irene ist als ehemalige Mitarbeiterin bei World Vision mit der Arbeit von NGOs bestens vertraut und uns als Patronin somit eine unverzichtbare Hilfe und der „prüfende Blick von außen“ der uns beratend zur Seite steht und mit viel Erfahrung auch unsere Arbeit beReichert und inspiriert.

Für unsere weitere Arbeit war vor allem auch das Treffen mit den Eltern notwendig, welche uns, durch die Unterzeichnung des Contracts zwischen Malaika Smile und den Eltern, die AufsichtsPflicht für ihre Kinder überschrieben und wir diese somit, gemäß unseren Regeln betreuen und begleiten können. Die Hausführung danach brachte viel Dankbarkeit der Erziehungsberechtigten der Kinder.

Vor allem Mama Christin besuchte in diesem Zuge zusammen mit Joseph immer wieder den Katanga Slum, um mit den Eltern in Kontakt zu treten und den Kindern einen Besuch bei ihren Eltern zu ermöglichen:

            

Auch der Besuch der Schule fällt unter diese AufsichtsPflicht: Sowohl Mama Christin als auch Bro Jan und Caro machten sich auf den Weg, da die Zeugnisse in Uganda von den „Eltern“ selbst abgeholt werden müssen und diese Rede und Antwort für jedes Kind stehen müssen. Eine neue Erfahrung besonders bei dem dort herrschenden SchulSystem, welches sowohl in Einrichtung als auch Umgang mit den Schülern an das unsere vor 50 Jahren erinnert. Umso wichtiger ist es uns, den Kindern bei der ZeugnisüberGabe auch die deutsche Kultur und FürSorge nahezubringen.

   

Wie so vieles in Uganda wird auch die Buchhaltung auf dem Boden erledigt.

Neben all diesen VerPflichtungen sind vor allem die BuchFührung der Finanzen eine wichtige Aufgabe, die sowohl von Deutschland als auch von Uganda aus vorgeschrieben wird: Jede Ausgabe wird in ein Buch niedergeschrieben und anschließend in den Computer eingespeist. Nach Übersetzung und Umrechnung in Euro wird das Ganze dann an die Schatzmeister in Deutschland weitergeleitet. Die vielen kleinen Ausgaben, sowie geringe Anzahl an Belegen, die man bekommen kann, machen das Ganze zu einer arbeitsintensiven Aufgabe, vor allem auch für unsere Betreuer vor Ort, die solche Genauigkeit nicht gewohnt sind, sich aber sehr lehrreich und gewissenhaft zeigen.

Wie die Arbeit nach den abgeschlossenen RenovierungsArbeiten weiterging und wie das ZusammenLeben in der gemeinsamen Woche aussah folgt in Kürze.

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