Volontärin Giuliana und Vorstandsmitglied Manfred Braun haben bei ihren Aufenthalten im Malaika Smile Home den älteren Mädels gezeigt wie man Kuchen backt. Bis dahin wurden die Geburtstagstorten immer bei einem Bäcker bestellt und die kosteten natürlich viel Geld. Seit letztem Jahr backen Peace, Sulainah, Beatrice, Dianah, Sarah und weitere Malaika Smile Mädels vor jedem Geburtstagsfest die Kuchen selber. Diese können sich wirklich sehen lassen und schmecken tun sie sowieso. Alle ugandischen Kinder – und Erwachsene – lieben Süßes.
Für uns hier ist das erstaunlich, denn hier kann doch wirklich jeder Kuchen backen, wenn er das möchte. Im Malaika Smile Home scheiterte es anfangs z.B. weil der Ofen kein Thermometer besaß. Auch an Rezepten mangelte es natürlich auch, d.h. wie viel Mehl, Eier, Fett, Zucker zusammengerührt werden müssen.
Nach dem Heilkräuter-Workshop in Kyankwanzi – wir berichteten letzte Woche – zeigten Dianah und Peace auch dort den Lehrer*innen und weiteren Angestellten wie man Kuchen backt. Volontärin Anne hatte das Backen – Pizza, Muffins – bei ihrem Aufenthalt dort im Mai auch probiert, aber es scheiterte an der Technik. Nach wie vor wird auf dem Kohleherd „gebacken“, es fehlt also die Oberhitze. D.h. unten ist der Kuchen schon fertig und oben noch matschig. „Alex Ssekabira hatte nun ein Thermometer gekauft, so dass die Hitze wenigstens kontrolliert werden und bei konstanten 130 Grad gehalten werden konnte“, so der Bericht von Peace. Da wir hier bei mind. 170 Grad backen, bleiben in unseren Köpfen Fragezeichen. Christine Irtenkauf wird im August auch nach Kyankwanzi reisen und sich das mal genauer ansehen. Jedenfalls konnte sich das Ergebnis nicht nur sehen lassen, sondern schmeckte auch allen „geburtstaglich“!



Die Juli-Geburtstagskinder Isanga und Abdul durften an einem Tisch vorne vor der Tafel sitzen, dort waren auch die Süßigkeiten ausgelegt. An der Tafel hatte Lehrerin Jennifer Geburtstagswünsche und -bilder mit Kreide aufgemalt und natürlich hatten alle Kids den beiden „alles Gute“ gewünscht. Hierzu steht jedes einzelne Kind auf und sagt etwas. Der schönste und gängigste Wunsch ist: „Blow more candles “: „Mögest du mehr Kerzen ausblasen“, bedeutet „beste Wünsche für das neue Lebensjahr“, „mögest du noch viele Jahre feiern“ oder auch ggf. „mehr Kuchenstücke bekommen“. Ein schöner Wunsch und so poetisch. Und auch die Kids an der neuen Schule genießen es natürlich einmal die Hauptpersonen des Tages zu sein.
Für die Malaika Smile Geburtstagskinder in Kampala gibt es auch per WhatsApp -Broadcast Geburtstagsgrüße von den deutschen Pat*innen. Wie wir das für die Kyankwanzi Kids organisieren, ist noch in Planung.
